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Alle Sprüche von FeineReime

Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh ich ans Firmament
Nach jener Seite.
Ach! der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite.

Es schwindelt mir, es brennt.
Mein Eingeweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Alter ist irrelevant, es sei denn, du bist eine Flasche Wein.

Autor: Joan Collins

Der besten Mutter zum 75. Geburtstag

Wir wissens, deine stille Seele,
Sie teilt sich zwischen dort und hier;
Wir alle fühlen, was ihr fehle.
Was du verlorst, verloren wir.

Die Treuern, die dahingeschieden,
Sie winken dir zum schönern Land;
Doch viele blieben dir hienieden
Und halten liebend deine Hand.

Dir lächeln viele heut entgegen,
Die kaum erst deinen Wert verstehn:
O lass auch sie in deinem Segen
Noch manches Jahr durchs Leben gehn!

Mag auch dein Herz hinüberstreben,
O gönn uns dich noch lange Zeit!
Denn flüchtig ist das längste Leben
Und endlos ist die Ewigkeit.

Und in der irdischen Beschwerde
Ist Eines doch, was göttlich flammt,
Was an den Himmel knüpft die Erde:
Die Liebe, die vom Himmel stammt.

Autor: Ludwig Uhland

Der Teppich

Denk daran im finstern Leide,
wenn dein Herz im Dunkel bebt:
Von der umgekehrten Seite,
Gott stets einen Teppich webt.

Sieh, wie gehn doch die Fäden
links so bunt, bald kreuz bald quer.
du entdeckst bald nichts als Schäden
als ob alles Wirrwarr wär.

Welche wüste schlechte Decke!
rufst du voll Enttäuschung dann:
Wirf sie doch in eine Ecke,
wo sie niemand sehen kann.

Doch nur immer langsam Lieber!
Dreh doch mal das Kunstwerk um,
und du wunderst dich darüber
wie du warst so schrecklich dumm!

Nein! Rufst du mit einer Träne
wie geschmackvoll und wie fein!
Welche Harmonie und Schöne,
da ist auch kein Fehlerlein!

Merkst du, was ich dir will sagen,
mit dem Bild vom Teppich hier?
Lern vertrauen, statt zu klagen,
Gott macht alles recht mit dir .

Siehst du gleich auf dieser Erde
stets die linke Seite nur:
Nichts als Trübsal und Beschwerde
und von Gott auch keine Spur.

Glaube doch, daß alle Pfade,
die der Höchste dich je führt,
voll von Liebe sind und Gnade,
wie sichs deinem Gott gebührt.

Sei getrost, es kommt die Stunde,
wo vom ewgen Licht verklärt,
jede einst empfangne Wunde
deinen Ruhm und Preis vermehrt.

Was als Wirrwarr du beklagtest
zeigt in schöner Ordnung sich.
Jedes Opfer, das du brachtest,
freut dich nun ganz königlich.

Bald beginnt die Freudenernte
und die Tränensaat hört auf.
Wohl die Decke, welche lernte,
Gott vertraun im Pilgerlauf.

Autor: Friedrich Traub

Nicht lange will ich meine Wünsche wählen,
bescheiden wünsch ich zweierlei:
Noch fünfzig solcher Tage sollst du zählen
und allemal sei ich dabei!

Autor: Eduard Mörike

Man muß seine Fehler früh machen, damit man lange von ihnen lernen kann.

Autor: Peter Tamm

Hör auf, Dich zu quälen,
wenn Dir die richtigen Worte fehlen!

Wir stehen Dir zur Seite und sind stets bereit,
brauchst Du etwa ein Gedicht für einen Geburtstag oder für eine Hochzeit.

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Autor: Feine Reime

Die treuen Hunde

Begleitet von zwei treuen Hunden,
ging Schnell, ein Fleischer, über Land.

Schon waren ihm nach wenig Stunden
die Türme seiner Stadt verschwunden,
als in dem Wald, durch den der Weg sind wand,
ein Mann mit Knotenstock - im Blicke
mehr tiefen Gram als Herzenstücke -
bescheidend flehend vor ihm stand:
Freund nur ein kleines einem Armen,
Gott näher bringt dich das Erbarmen.

Schnell wendet sich und sucht hervor
ein Silberstück, als - mir zittert
die Feder, und mir singt das Ohr! -
als jener Unhold im Gewande
der Dürftigkeit durch einen Schlag
den Fleischer, der nichts Arges wittert,
zu Boden stürzt. Der Edle lag
betäubt und sinnenlos im Sande
und auf dem Punkt, beraubt zu sein.

Doch Vorsicht und Instinkt verkürzen
die Freveltat: wie Blitze stürzen
die Hunde wütend auf den Mörder ein,
zerfleischen schrecklich ihn und zerren
ihn endlich nach dem nahen Sumpf.
Dann fliegen sie zu ihrem Herren,
der noch an allen Sinnen stumpf
zu Boden lag, beriechen und belecken,
ihn in das Leben zu erwecken,
ihm freundlich Händ und Angesicht.

Schnell wachet auf, sieht seinen Mörder nicht,
doch findet er sein Geld und seine Hunde,
fühlt eine Beule, keine Wunde
und wandert seines Weges fort.

Urplötzlich dringt aus einem nahen Ort
ein kläglich Wimmern ihm zu Ohren.
Er geht dem Laute nach und sieht,
den Räuber blutend und verloren,
wenn niemand rettet. Hochentglüht
von Menschlichkeit und Tugend, springet
er mutig in den Sumpf und zieht
selbst seinen Mörder an das Land und ringet
ihm Haar und Kleider aus und jagt
die Hunde fort, Worauf er endlich fragt:´
Was tat ich dir, daß du mich schlugest
und friedlich nicht ein klein Geschenk von mir
zurück in deine Hütte trugest?

Mitleiden, sprach der Räuber hier,
Mitleiden, lebt nur noch in Sittensprüchen;
doch das Bedürfnis wird nicht satt von Wohlgerüchen!
Ich tat es, Wanderer, weil höchster Grad der Not
mir nur die Wahl noch ließ von mein und deinem Tod!

Ich könnte, sprach der Fleischer mit der Miene
des inneren Bewußtseins, das
so schon belohnet, wenn auch gleich auf ihrer Bühne
die Welt, die, was sie soll, fast immer noch vergaß,
es kaum bemerkt, - ich könnt auf Tod und Leben
dich den Gerichten übergeben;
doch armer Mann, was hälf es mir?
Nimm diesen blanken Taler hier
und eile, daß kein Zeuge dort erzähle,
was hier geschehn!
Erhabne Seele!
rief über ihm ein Genius
und schwang das goldene Gefieder,
du lebst im schönsten aller Lieder
des Dichters, der dich singen muß.

Autor: Joseph Engelschall

So gern hätt ich ein schönes Lied gemacht
Von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten drüber her,
Zerstörten nur des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin;
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Autor: Annette von Droste-Hülshoff

O wüßt ich meiner Sehnsucht einen Fergen,
Daß er ihr eine sanfte Fährte weise!
So kehrt sie mir zurück aus hohen Bergen,
Todmatt vom Flug und fast erstarrt vom Eise.

Ich wollte, daß ein leichter Kahn mich führe
Den Strom entlang in ebene Gelände,
Und daß ich dort durch eine niedre Türe
In einem stillen Hause Eingang fände.

Und drinnen nur von abendlichen Kerzen
Ein mildes Dämmerlicht am eignen Herde.
Ein warmer Raum, ein Kind an meinem Herzen,
Und eine Seele mein auf dieser Erde.

Autor: Hedwig Lachmann

Der Wanderer

Den alten Weg bin ich gegangen,
Die alten Bäume standen noch
Ein wenig dünner schon mit Laub behangen,
Doch ihre Kronen grünten noch.

Die alten Äcker hab ich mir besehen,
Noch immer blühten Kettenblumen an dem Weg
Noch kann ich keiner nicht vorübergehen,
Und wieder stand die Abendsonne schräg.

Die alte Sehnsucht fuhr im Sonnenschiffe
Ins Dämmer-dunkelnde voraus der Nacht
Doch leise fröstelte Frühabendfrische,
Und meinen Mantel hab ich fester zugemacht.

Und wieder stach das grelle Gift ins Herz mir
Der gelben Dämmerkerzen, ach ich fror
Im späten Frühling, wie der Schmerz mir
Großschattenwankend trat ins Abendtor.

Er stand, ein Riese, vor der Sonne wuchtend
Bis an die bleichsten Sterne, und so ging,
verging die Sonne unter ihm; auf dunklen Schluchten
Lag noch der dünne, safrangelbe Feuerring.

Es sind die alten Sterne, die mich nicht mehr grüßen,
Mein Weg gen Untergang ist schweigend, mein Gesicht
Ist matt, vornüber und mit schweren Füßen
Geh ich; nun steht an meinem Weg kein Licht.

Auf einem Stein hab ich gesessen,
Die Nacht war mondlos, und ich dachte schwer
Die Sonne tot, der Mond hat mich vergessen,
Und meine alten Sterne stehn nicht mehr.

Da griffs mich schüttelnd, dass ich aufstand
Ich will weit wandern, meine Sehnsucht flog
Mir weit voraus gen Sonnenaufgang.
Ist mir ein neuer Sommer und ein Saatfeld noch?

Autor: Otto zur Linde

Du und die Nacht

Gib du dem Tag, was aus dir will.
Die Nacht ist still.
Auch wenn in einem Nachtlokal
Du welche Leute, die Skandal
Begeistert, siehst. Nicht, daß du fliehst!
Auch wenn ein Raufbold dich berennt,
Oder ein blöder Korps-Student
Mit Gott dems einfiel, dort zu wandeln
Will anbandeln.

Dieweil das Meiste schläft, baut aus Gestirnen
Sich Unkenmärchenhaftes. Gruslig schiebt
Schlechtes Gewissen seine Heimlichkeiten,
Und Hirne dampfen über Nachtarbeiten.
Dieweil die Stille dürstend Weisheit siebt,
Schwelgt Animalisches, und Sehnsucht liebt.

Gib du der Nacht, was dir der Tag vergibt.

Autor: Joachim Ringelnatz

Märchenland

Ströme und dunkle Täler und Tiefen,
In wolkengleichen Wäldern versteckt,
Deren Formen uns ganz verdeckt,
Weil sie von bleiernen Nebeln triefen.
Riesige Monde, die wachsen und schwinden
Des Nachts drüber her ohne Unterlaß,
Von deren Atem, frostig und naß,
Die Sterne erlöschen oder erblinden.
Ihr Kern sinkt auf die Bergesspitzen,
Doch ihre Lichtkreise wogen schwer
Über dem großen Wäldermeer
Und dringen in alle Schlünde und Ritzen,
Bis alle Irrgänge weit und breit
Umsponnen sind von Müdigkeit
Und sie des Schlafes Leidenschaft
Umfängt mit zaubertiefer Haft.
Des Morgens aber entschweben
Die Mondeshüllen, wirr zerflossen
Zugleich mit den Stürmen, und erheben
Sich gleich riesigen Albatrossen,
Die in den Lüften als getrennte
Atome wieder herniederfallen,
Und so (nie ruhende Elemente)
In einem ewigen Zirkel wallen
Und auf ihren zitternden Schwingen
Zur Erde Himmelsspuren bringen.

Autor: Edgar Allan Poe

Du schweigst und duldest, und sie verstehn dich nicht,
Du heilig Leben! welkest hinweg und schweigst,
Denn ach, vergebens bei Barbaren
Suchst du die Deinen im Sonnenlichte,

Die zärtlich großen Seelen, die nimmer sind!
Doch eilt die Zeit. Noch siehet mein sterblich Lied
Den Tag, der, Diotima! nächst den
Göttern mit Helden dich nennt, und dir gleicht.

Autor: Friedrich Hölderlin

An eine im Paradiese

Du warst mir, was zum Bilde
Die Seele früh erkor:
Ein Eiland, wo die wilde
Unrast sich sanft verlor,
Ein Schrein, und davor milde
Ein Weiheblumenflor.

O trügendes Geschick!
O Sternentraum! hienieden
Verweht im Augenblick.
»Hinan,hinan«! die Zukunft ruft;
Doch kreist noch ohne Frieden
Um das Vergangne (dunkle Kluft)
Mein Geist wie abgeschieden.

Denn um mich, weh, ach weh,
Ist Nacht, wo ich auch bin,
Es raunt die dumpfe See
Ans Ufer dunklen Sinn:
Dahin dahin dahin!

Und tags in wachen Träumen,
Und wenn die Nacht entsinkt,
Wo deine Stapfen säumen,
Wo noch dein Auge blinkt
In welchen seligen Räumen!
Bei Tänzen, wie beschwingt!

Autor: Edgar Allan Poe

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